Kalyani
Die Tür steht hier immer offen
Vögel und Insekten zwitschern fröhlich im Dschungel rund um das Haus von Kalyani und ihrem Ehemann Nimal im Dorf Matalapitiya. Nimal führt uns gleich nach unserer Ankunft in ihren Garten. Unterwegs zeigt er uns Gewürznelken, Muskatblüte und Muskatnuss. Danach schneidet er eine Jackfrucht von einem Baum ab: „Für das Mittagessen“, sagt er lachend.
Die wichtigsten Infos über Kalyani:
- Wohnort: Matalapitiya
- Familie: zwei Töchter, ein Sohn, vier Enkelkinder und Ehemann Nimal
- Beruf: Kräuterbäuerin und Besitzerin des Dorfladens
Frisch aus dem eigenen Garten
Nach der Führung nehmen wir auf der kleinen Veranda Platz. Dort wird das Essen serviert, das aus dem eigenen Garten stammt. Kalyani sagt uns stolz: „Wir bauen alles selbst an und stellen unsere Kräuterpasten selbst her.“ Und das schmeckt man auch – es ist köstlich! „Den größten Teil unserer Ernte verkaufen wir an MA’s, die Fabrik, die daraus eure Kräuterpasten herstellt.“ Kalyani fährt fort: „Seit letztem Monat haben wir auch einen kleinen Dorfladen, in dem wir alles aus dem Garten verkaufen, denn der nächste Supermarkt ist ziemlich weit weg.“
Kalyani & Fairtrade Original
Um die Fairtrade-Zertifizierung zu erhalten, musste Kalyani vor einigen Jahren einen Zukunftsplan erstellen. Beim Mittagessen besprechen wir, wie viele Punkte sie inzwischen bereits abgehakt hat. „Wir haben Entwässerungsgräben angelegt und das Land gesäubert und geebnet“, sagt Kalyani. „Hast du das Solarpanel im Garten gesehen? Und diese kleine Steinmauer dient dazu, die Erosion am Wasserkanal zu verhindern.“ Kalyani zeigt nach links. „Auch die Arbeiter, die bei der Ernte helfen, kann ich teilweise aus den Fairtrade-Prämiengeldern bezahlen“, fährt Kalyani fort. „Oh, und nicht zu vergessen die Arbeitsgeräte – vor kurzem haben wir eine Leiter bekommen.“
Respekt vor der Natur und dem Menschen
Nimal möchte noch etwas betonen: „Fairtrade und Bio sind schon immer Teil unseres Lebensstils, denn es geht darum, wie man mit Menschen und der Natur umgeht. Bevor wir etwas ernten, zollen wir all dem Guten, das uns die Natur schenkt, unseren Respekt. Und als Gemeinschaft kümmern wir uns umeinander. Die Tür steht hier immer für alle offen.“